BRNS - Celluloid Swamp

9. Februar 2022 Schon gehört?   independent, experimental, noise, abgefahren
Ein herrlich wildes, spleeniges und widerborstiges Album haben die Belgier von BRNS (sprich: "Brains") auf Vinyl und Silberling gebannt. Eine Sintflut an Ideen, Sounds und stolpernden, sich überschlagenden Rhythmen stürzen auf den Hörer ein. Grad eben klang es noch wie Alt-J auf Amphetaminen in der Hölle, dann folgen ein paar Takte französischer Rap, danach traumhaft harmonische Horn und Posaune Passagen, nur um im nächsten Moment durch fiese analoge Synthie Sounds, die sich wie Bohrsäure in die treibenden, schwer perkussiven Beats ätzen, abgelöst zu werden.
Langweilig wird es bei BRNS also nie und so sehr sie sich auch bemühen, Schicht um Schicht an Rhythmus und Klang und manchmal auch Dissonanz in jedem Song aufzuhäufen - es schimmert immer, immer, immer der reine Pop durch.
Es empfiehlt sich aber trotzdem mit der Lautstärke für dieses Album die Toleranzgrenze der Nachbarn neu ein zu justieren.

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